Hygiene im Bett

  • Beschreibung

Der Schweizer ist ein sehr reinlicher Mensch. Die meisten duschen täglich und legen viel Wert auf Körperpflege und eine ordentliche Wohnung. Doch wie sieht es im Schlafzimmer aus? Wie oft wechseln Sie zum Beispiel das Kopfkissen? Alle 2-3 Jahre? Dann sind Sie vorbildlich. Ist es schon etwas länger her? Dann sehen Sie es sich doch einmal ein bisschen genauer an. Auch wenn Sie zum Beispiel die Hülle oft gewaschen haben, wird das Innenleben durch die immense Beanspruchung gelitten haben. Ganz so füllig und locker flockig, wie am Anfang, ist es sicher nicht mehr. Das ist auch nicht verwunderlich. Wir atmen die ganze Nacht Feuchtigkeit in das Kopfkissen hinein, wir haben vielleicht noch Spuren von Haarwachs und Gel im Haar, haben evtl. das Make-Up nicht richtig abgetragen.

Hinzu kommt der Talg der Haut und Haare sowie der Schweiss. Also ein ziemliches Paket, welches das Kopfkissen verarbeiten muss und das jeweils ca. 8 h pro Nacht. Das ist nicht wenig. Vor allem Nackenstützkissen mit Ihrem dichten Material sollten nach spätestens drei Jahren gewechselt werden. Die Decke ist weniger vom Kopf beansprucht, aber hier kommt mehr Schweiss der ganzen Körperoberfläche hinzu. Die Bettdecke kann meistens gewaschen werden. Wie oft Sie das machen sollten? Schauen Sie sich die Decke an und urteilen Sie selber, wann sie eine Erfrischung vertragen kann. Wechseln sollte man eine Decke ungefähr alle 6 Jahre, weil dann das Innenleben nicht mehr das ist, was es einmal war.

Das wir während dem Schlafen Flüssigkeit verlieren, ist normal. Einige haben einen Molton unter dem Fixleintuch. Das ist sehr gut, es schont den Matratzenbezug und hilft die Milben im Zaum zu halten. Jedoch nur, wenn man ihn regelmässig bei 60°C wäscht.  Regelmässig bedeutet alle 1-2 Wochen! Wichtig ist, dass man auch das restliche Bettzeug mit 60°C wäscht. Wäscht man mit niedrigeren Temperaturen, wird es zwar vermeintlich sauber, die Milben können aber überleben. Sichtbar für unser blosses Auge ist dies nicht.

Trotz all dieser Schichten gelangt auch einiger Schweiss und anderer Schmutz bis zur Matratze hindurch. Deshalb ist es wichtig, dass diese gut auslüften kann. Das bedeutet nicht, dass Sie sich die grosse Mühe machen müssen, sie hinaus auf den Balkon oder in den Garten zu tragen, sondern, dass Sie am Morgen das Bett nicht gleich zudecken, sondern erst einmal atmen lassen. Dies entspricht nicht den Gepflogenheiten von früher, ist aber für die Matratze und das Bettzeug wirklich besser. So hat die Feuchtigkeit eine Chance, zu entschwinden. Direkte Sonneinstrahlung ist für die meisten bei Matratzen verwendeten Materialien schädlich und lässt sie schneller zerfallen. Wenden Sie die Matratze ca. alle drei Monate, so kann sich jeweils die eine Seite wieder erholen und die Feuchtigkeit kann weg.

Schlussendlich liegt Hygiene aber auch ein Stück weit im Auge des Betrachters. Was für den einen schon schmuddelig ist, ist für den anderen noch sauber. Entscheiden Sie selber!