Schwitzen in der Nacht

  • Beschreibung

Vielleicht gehören Sie auch zu den Menschen, welche in der Nacht manchmal schweissgebadet aufwachen und deren Schlaf dadurch alles andere als erholsam und entspannend ist. Dies ist sehr unangenehm und kann darüber hinaus auch zu Muskelverspannungen führen, da das durchgeschwitzte Pyjama auf der Haut klebt und in Zusammenhang mit der kühlen Nachtluft durch das daraus entstehende Frösteln zu Verspannungen führt.

Dieses nächtliche Schwitzen kann verschiedene Ursachen haben. Neben gesundheitlichen Ursachen, bei denen Sie ein Arzt besser beraten kann, gibt es Ursachen in Decke, Matratzen, Anzügen und Materialien. Bekannt ist heutzutage, dass es unterschiedlichste Füllungen für die Decken gibt. Daunen und Federn sind eher dazu geeignet, Wärme zu generieren und zu speichern, als dazu, eine aktive Kühlung vorzunehmen oder sehr viel Feuchtigkeit aufzunehmen. Wolle hingegen hat die gute Eigenschaft, dass sie bis zu einem Drittel von ihrem Eigengewicht an Feuchtigkeit aufnehmen kann. Das bedeutet, dass die Feuchtigkeit nicht auf Ihnen lastet, sondern in die Decke wandert. Jedoch darf die Wolldecke nicht zu dick sein, sonst wird es wieder warm. Je dicker eine Decke ist und je mehr Füllung sie hat, desto wärmer ist es unter ihr. Vielfach hört man, dass man bei starkem Schwitzen auf Polyesterdecken umsteigen sollte. Dies ist allenfalls empfehlenswert, wenn Sie Allergiker sind und die Decke bei 95°C waschen möchten. Ansonsten gibt es weitaus bessere Materialien, die besser Feuchtigkeit aufnehmen können und gleichzeitig ein kühleres Bettklima verursachen. So z. Bsp. Leinen-, Bambus-, oder Seidendecken sowie Decken mit der Holzfaser Lyocell.

Etwas weniger bekannte Gründe für das Nachtschwitzen sind die Materialien in der Matratze. Hier gibt es riesige Unterschiede. Eine Taschenfedermatratze ist die kühlste, luftigste Variante. Eine dichte Latexmatratze oder visco-elastische Schaummatratze, welche die Wärme speichern und aus denen die Feuchtigkeit sehr langsam entweichen kann, sind nur für wärmebedürftige Personen geeignet. Ebenso ist es ein Problem, wenn das Bett, in welchem die Matratze liegt, ein Brett als „Lattenrost“ hat oder der Sockel komplett zugebaut ist und keine Luftzirkulation stattfinden kann. Dadurch bleibt alle Feuchtigkeit in der Matratze gefangen. Das fühlt sich im ersten Moment kühl an, das jedoch nur, weil die Matratze feucht ist. In der Nacht schwitzt man dann und die Matratze ist schon so voller Feuchtigkeit, dass sie unmöglich noch mehr aufnehmen kann. Als Folge davon ist man schweissgebadet.
Was man auch beachten sollte, ist der Bezug der Decke, sowohl der Zudecke wie auch dem Anzug. Feingewobene Stoffe sind atmungsaktiver, verursachen weniger Reibung und dadurch auch weniger Wärme. Dickere, grobgewobene Stoffe sind wärmer, die Feuchtigkeit und warme Luft brauchen länger um durch sie hindurch zu wandern. 

Es gibt also viele Ursachen, das Schöne ist aber, sollte eine dieser Ursachen der Grund für Ihr Schwitzen sein, kann man sie beheben.